Kauftipps

Der Kauf eines Bootes ist immer ein besonderes und schönes Ereignis. Jedoch steht es immer am Ende eines längeren Entscheidungsprozesses. Man sollte sich also die Zeit nehmen, sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen. Dafür kann man verschiedene Messen nutzen oder die Beratungsangebote der im Bundesverband für Wassersportwirtschaft zusammengeschlossenen Unternehmen.

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Bei einem Angebot müssen Produktqualität, Service und auch der Preis stimmen. Dabei ist die Reihenfolge nicht zufällig gewählt, denn der Preis allein sollte nie alleiniges Entscheidungskriterium sein. Der Käufer wird nur dann langfristig Freude an seinem Boot haben, wenn er sich auch auf den Service des Fachhändlers verlassen kann.


Der Fachhändler ist immer direkter Ansprechpartner bei allen Fragen rund um das Boot. Man sollte sich also schon vor dem Kauf über Gewährleistungen und Garantien informieren. Schließlich will man doch die schönsten Tage des Jahres sorgenfrei verbringen.

EU-Konformitätserklärung

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Boote die zwischen 2,4 und 24 Meter lang sind und erstmalig in der EU in Betrieb genommen werden, müssen der 10. Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz entsprechen. Das heißt im Klartext: Die Yacht muss den EU-weit geltenden Bau und Ausrüstungsvorschriften entsprechen. Diese Regelung betrifft neue und gebrauchte Boote.


Dies wird durch den Hersteller oder Importeur durch eine unterzeichnete Konformitätserklärung dokumentiert. Man sollte beim Kauf darauf achten, dass diese einem auch in deutsch ausgehändigt wird. Vor dem Kauf sollte ebenso sichergestellt sein, dass das Boot über ein CE-Zeichen verfügt.


Hersteller aus nicht EU-Ländern bieten ebenfalls Boote zum Verkauf an. Jedoch ist hier zu beachten, dass diese Boote oft nicht über die nötige EU-Konformität verfügen.

Gebrauchte Boote

Ein gut erhaltenes Gebraucht-Boot ist oft eine Alternative zum Neuboot. Es gibt drei Möglichkeiten an gebrauchte Boote zu kommen.

  1. Von Privat. Über solche Angebote informieren Fachzeitschriften und Gebrauchtbörsen im Internet.
  2. Vom Händler. Qualifizierte Händler sind im Branchenverzeichnis unter www.bwvs.de zu finden.
  3. Durch Vermittlung eines Gebrauchtbootmaklers. Adressen sind ebenfalls unter www.bwvs.de zu finden.

Egal wie das Boot erworben wird ist zu empfehlen, dass vorher eine ausführliche Besichtigung vorgenommen wird. Da es sich auch um eine größere Anschaffung handelt, wäre es sogar zu empfehlen einen Sachverständigen hinzu zu ziehen.


Der Kauf vom Händler hat natürlich die Vorteile einer fachkundigen Beratung und der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistung. Bei privaten Verkauf wird die Gewährleistung meist mit der Klausel „Gekauft wie gesehen“ ausgeschlossen. Allerdings darf der Verkäufer auch hier keine wesentlichen Mängel verschweigen.


Manchmal ist es für den Gebrauchtbootkäufer nicht ersichtlich, ob ein Händler ein Boot anbietet, das ihm selbst gehört und das sich bereits in Deutschland befindet, oder ob es sich um die Offerte eines Maklers handelt, der eine Yacht außerhalb der EU anbietet. Bevor man sich also entscheidet, sollte man sich genau erkundigen, wer eigentlich der Vertragspartner ist. Denn das hat große Auswirkungen auf die Verpflichtungen beider Parteien, sowie die rechtlichen Positionen.

 

 

Auf Messen und Bootsausstellungen können Sie sich individuell beraten lassen!